Seit zwei Jahrzehnten begleitet Daniela Mika Menschen mit Diabetes - im Klinikalltag ebenso wie in freiberuflichen Projekten, in Fachveranstaltungen ebenso wie im direkten Austausch mit ihrer Community. Ihre Arbeit verbindet medizinische Expertise mit gelebter Realität.
Als Diabetesberaterin am Klinikum Lippstadt, Veranstalterin von Formaten wie dem „Zuckertalk“ und Initiatorin eines Insulinpumpen-Stammtischs steht sie für einen Ansatz, der über Leitlinien hinausgeht: nah am Menschen, praxisorientiert und empathisch. Uns ist ihr Engagement und Enthusiasmus direkt aufgefallen.
Im folgenden Interview sprechen wir über technologische Entwicklungen in der Pumpentherapie, unterschätzte Herausforderungen im Alltag - und darüber, warum neue, lösungsorientierte Ansätze wie Hyporest aus ihrer Sicht eine relevante Ergänzung sein können:
Daniela, du arbeitest seit 20 Jahren mit Menschen mit Diabetes. Dein Motto ist: „Erfolg kommt immer dann, wenn du das tust, was du liebst.“ Was genau liebst du an deiner Arbeit heute noch genauso wie am ersten Tag?
Daniela: „Ich liebe es, Menschen zu helfen. Das ist für mich das Allerwichtigste und das Schönste an meiner Arbeit. Ich versuche, die Patienten ganzheitlich zu sehen und für sie da zu sein. Gleichzeitig begeistert es mich, kreativ sein zu dürfen, sei es bei meinen Veranstaltungen oder im Austausch mit Kollegen.“
Du kennst beide Seiten - den Klinikalltag und die Wirtschaft. Wie hilft dir dieser Mix dabei, Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch lebensnah zu beraten?
Daniela: „Der Mix aus Klinik und freiberuflicher Tätigkeit ermöglicht es mir, die Bedürfnisse der Patienten aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. In der klinischen Praxis sammle ich direkte Erfahrungen mit den Herausforderungen der Patienten, während ich bei meinen freiberuflichen Projekten kreative Lösungen entwickeln kann. Ich organisiere z.B. fachliche Veranstaltungen, wie das Erlebnisseminar der Novoakademie, bei dem wir in die Rollen von Patienten schlüpfen. Diese Erfahrung fördert die Empathie und das Verständnis für ihre Realität. Außerdem plane ich Veranstaltungen wie den „Zuckertalk“, wo ich regelmäßig Patienten interviewe, während ein fachliches Publikum zuschaut. Diese Formate ermöglichen es uns, tiefere Einblicke in den Alltag mit Diabetes zu gewinnen und die medizinische Beratung mit praktischen Lebensrealitäten zu verbinden.“
Mit deinem Pumpenstammtisch und deinem „Zuckertalk“ hast du eine tolle Community geschaffen. Warum ist dieser Austausch auf Augenhöhe oft die beste Ergänzung zur klassischen Therapie?
Daniela: „Der Austausch auf Augenhöhe fördert das Verständnis und die Unterstützung unter den Betroffenen. In meinem „Zuckertalk“ und dem Insulinpumpen-Stammtisch haben Patienten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Diese Gemeinschaft schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit und ermutigt die Teilnehmer, offen über ihre Herausforderungen zu sprechen. Oft sind es die kleinen Tipps und persönlichen Geschichten, die den Patienten helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen und sich weniger allein zu fühlen.“
Du bist Spezialistin für Insulinpumpen. Was ist deiner Erfahrung nach der größte „Gamechanger“ für die Lebensqualität, wenn jemand auf diese Technik umsteigt?
Daniela: „Der größte Gamechanger in der Pumpentherapie sind die neuen Algorithmen der modernen Insulinpumpensysteme. In den letzten 20 Jahren habe ich gesehen, wie diese Entwicklungen die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessert haben. Sie können jetzt beruhigt z.B. ins Bett gehen, ohne Angst zu haben, mit einem zu hohen oder zu niedrigen Blutzucker aufzuwachen. Das nimmt den Patienten viel Stress ab und trägt entscheidend zu einer besseren Blutzuckereinstellung und Lebensqualität bei.“
Erzähl uns von dem Pumpenstammtisch. Wie ist dieser entstanden?
Daniela: „Der Insulinpumpen-Stammtisch entstand auf Anfrage vieler Patienten, die sich einen Austausch wünschten. Ich habe ihn am Klinikum Lippstadt ins Leben gerufen und beim ersten Treffen waren sofort etwa 20 Patienten da, die verschiedene Insulinpumpensysteme nutzen. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe gegründet, die mittlerweile 35 Mitglieder hat. Unsere Treffen sind sehr flexibel: wer neu dabei ist, stellt sich kurz vor, Fragen rund um das Thema Diabetes werden gemeinsam besprochen und Neuigkeiten werden vorgestellt. Im letzten Jahr haben wir zu Weihnachten eine besondere Feier organisiert, bei der wir zusammen gegessen, viel gelacht und uns ausgetauscht haben. Der Austausch ist wertvoll, da es so viele Erfahrungen gibt – von jungen Erwachsenen bis hin zu älteren Teilnehmern mit über 80. Ich nehme dabei viel Input für meine Arbeit als Diabetesberaterin mit.
Wenn du auf die letzten 20 Jahre blickst: Was ist heute die größte Hürde im Alltag deiner Patienten, die man von außen oft gar nicht sieht?
Daniela: „Eine der größten Herausforderungen ist die Unterzuckerung. Patienten müssen ständig Traubenzucker oder Süßigkeiten dabei haben, was sehr belastend ist, insbesondere wenn sie gerade keine Lust darauf haben. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ist ebenfalls eine große Hürde. Während hohe Blutzuckerwerte oft einfacher zu managen sind, ist die akute Gefahr einer Unterzuckerung eine ständige Stressquelle. Glücklicherweise kommt es mit den AID-Systemen deutlich seltener zu diesen Situationen, aber sie lassen sich nicht vollkommen vermeiden.“
Medizin ist das eine, aber der Alltag das andere. Welchen Stellenwert haben für dich Ansätze wie Hyporest, die über die reine Basisversorgung hinausgehen?
Daniela: „Hyporest ist eine großartige Innovation. Als ich davon hörte, dachte ich sofort, dass es längst überfällig war, etwas in dieser Art zu entwickeln. In meinen 20 Jahren als Diabetesberaterin habe ich oft von Patienten den Satz gehört „Ich kann keinen Traubenzucker mehr sehen!“ oder „Ach ne, nicht schon wieder was Süßes!“. Umso besser ist es, dass es jetzt ein geschmacksneutrales Produkt gibt, das den Blutzucker anhebt. Ich stelle es immer bei Pumpeneinstellungen vor, weil ich denke, dass die Patienten darüber Bescheid wissen sollten. Besonders nachts ist es praktisch, denn kaum einer möchte mitten in der Nacht aufstehen und etwas Süßes essen oder trinken müssen. Ich habe Patienten, die es in kleinen Dosen präventiv verwenden, was ihnen ein sicheres Gefühl gibt. Es ist eine tolle Möglichkeit, unabhängig von anderen Faktoren, wie Appetit oder Geschmack zu agieren.“
In der Diabetologie gibt es viele Angebote. Worauf achtest du als Profi besonders, wenn du entscheidest, welche Konzepte oder Partner du deinen Patienten oder deiner Community empfiehlst?
Daniela: „Das Wichtigste ist, dass es sich um seriöse Produkte handelt, die den Menschen mit Diabetes im Alltag helfen können. Ich stelle verschiedene Produkte in meiner Pumpenstammtisch-Gruppe oder in meinem WhatsApp-Status vor, wenn ich denke, dass sie meinen Patienten nützen könnten. Als ich Hyporest das erste Mal sah, war ich überzeugt, dass es für meine Patienten hilfreich sein kann, und ich habe sehr positive Rückmeldungen erhalten. Meine Patienten schätzen es, wenn ich ihnen neue, innovative Produkte vorstelle, die sie möglicherweise nicht selbst entdeckt hätten.“
Wo siehst du die größte Schnittmenge zwischen deiner Arbeit und der Mission von Hyporest?
Daniela: „Die größte Schnittmenge sehe ich in der Unterstützung meiner Patienten bei der Insulintherapie. Wenn ich einen Patienten auf Insulin einstelle, empfehle ich auch Hyporest als eine Option neben klassischen Hilfsmitteln wie Traubenzucker oder Saft. Es ist wichtig, dass die Patienten wissen, dass sie verschiedene Möglichkeiten haben, um Unterzuckerungen zu behandeln. Die Entscheidung, was für sie am besten funktioniert, müssen sie natürlich selbst treffen."
Wir wollen auf unserem Blog informieren, Mehrwert schaffen und Barrieren abbauen. Wie wichtig ist es aus deiner Sicht, dass Fachkräfte wie du hier als Sprachrohr fungieren?
Daniela: „Es ist großartig, dass ich aus meinem Alltag erzählen und Einblicke in meine Sichtweise geben kann. Fachkräfte wie ich, die täglich an der Seite der Patienten stehen, erleben viele individuelle Schicksale und Herausforderungen. Es ist wichtig, dass wir als Stimme der Patienten gehört werden, um ein umfassenderes Bild der Realität zu vermitteln."
Welchen Rat gibst du Menschen mit Diabetes, die gerade das Gefühl haben, dass ihnen die Leichtigkeit im Umgang mit der Erkrankung fehlt?
Daniela: „Ich verweise immer gerne auf meinen Insulinpumpen-Stammtisch, denn der Austausch mit anderen Betroffenen tut vielen gut und hilft ihnen, besser mit der Erkrankung zu leben. Ich versuche, die Patienten dort abzuholen, wo sie stehen, und frage oft nach anderen Dingen in ihrem Leben, die sie beschäftigen. Es geht nicht nur um die Blutzuckerwerte; wir sind alle Menschen und haben neben der Erkrankung auch andere Themen, die uns belasten. Manchmal ist der Blutzucker dann nur ein Nebenaspekt. Dieser ganzheitliche Ansatz ist mir sehr wichtig.“
Wenn du dir für die Diabetes-Community etwas wünschen könntest - wo soll die Reise in den nächsten Jahren hingehen?
Daniela: „Ich hoffe, dass wir alle empathischer werden, insbesondere im Bereich der Medizin. Es ist wichtig, dass wir mit den Menschen mit Diabetes arbeiten und nicht nur über sie sprechen. Oft wird nur nach Leitlinien gearbeitet, ohne zu sehen, was den Patienten im Alltag wirklich unterstützt. Ich finde es entscheidend, dass wir gemeinsam daran arbeiten, die Menschen mit Diabetes besser zu unterstützen, mit Lösungen, die sie tatsächlich im Alltag nutzen können.“
Daniela, du hast in 20 Jahren unzählige Konzepte kommen und gehen sehen. Warum findest du gerade den Ansatz von Hyporest im Kontext der modernen Diabetes-Aufklärung so spannend?
Daniela: „Ich finde Hyporest spannend, weil es etwas ganz Neues ist, das es vorher nicht gab, und es ist total lösungsorientiert. Es ist großartig, dass wir jetzt ein Produkt haben, das den Menschen mit Diabetes die Möglichkeit gibt nach ihrem Bedarf zu handeln."
Aus deiner täglichen Praxis weißt du, wo es im Alltag hakt. Welchen ganz konkreten Mehrwert bringt Hyporest den Betroffenen für ihr tägliches Selbstmanagement?
Daniela: „Der Mehrwert von Hyporest liegt darin, dass die Patienten selbst entscheiden können, ob sie etwas mit Geschmack oder ein neutrales Produkt zur Behandlung ihrer Unterzuckerung verwenden möchten. Diese Flexibilität ist im Alltag sehr wichtig, da es den Menschen ermöglicht, besser zu dosieren und ihre eigenen Vorlieben zu berücksichtigen. Ich habe Patienten, die sagen, dass sie es ausschließlich für nachts verwenden, weil sie gerade dann keinen süßen Geschmack wollen. Andere nehmen es präventiv, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Blutzucker sinken könnte. Es gibt auch Patienten, die mit klassischen Produkten wie Traubenzucker gut zurechtkommen, aber viele sind sehr dankbar, dass sie von Hyporest erfahren haben."
Wenn du zu Hyporest in deiner Community angesprochen wirst und deinen Stammtischteilnehmern eine Probe mitgibst: Wie ist das Feedback derer, die es ausprobieren?
Daniela: „Das Feedback ist gemischt. Ich habe Teilnehmer, die sagen, dass sie es nicht brauchen, aber auch viele, die begeistert sind. Besonders wenn sie feststellen, dass sie nun eine effektive und geschmacksneutrale Option für ihre Unterzuckerungen haben, wird das Leben mit Diabetes wieder ein kleines Stück einfacher."
Wir danken dir herzlich für das Gespräch, Daniela!
Fazit
Das Interview mit Daniela Mika zeigt, wie sehr moderne Diabetologie heute von Empathie, technologischem Fortschritt und echtem Austausch lebt. Zwischen Algorithmen, Stammtischgesprächen und individuellen Lebensrealitäten entsteht ein Bild, das über reine Zahlen und Leitlinien hinausgeht.
Ihr Ansatz macht deutlich: Fortschritt in der Diabetesversorgung bedeutet nicht nur bessere Technik - sondern auch bessere Gespräche, mehr Wahlmöglichkeiten im Alltag und Lösungen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Betroffenen orientieren.
Erfahre hier mehr über Hyporest.

