Warum wir süß lieben – und warum das problematisch sein kann
Ein Stück Schokolade, ein Schluck Cola, ein süßer Snack zwischendurch – fast alle Menschen haben „einen süßen Zahn“. Doch hast du dich jemals gefragt, warum es so schwer ist, nach einem Stück aufzuhören? Oder warum du nach einer süßen Mahlzeit oft schnell wieder Hunger bekommst?
Die Antwort liegt nicht nur im Zucker selbst, sondern auch in der Art und Weise, wie unser Gehirn auf süßen Geschmack reagiert.
Ein historischer Rückblick: Die Geschichte des Zuckers
Zucker ist heute allgegenwärtig – doch das war nicht immer so. Ursprünglich war süßer Geschmack ein seltenes Luxusgut.
Frühzeit: Süße Lebensmittel waren für unsere Vorfahren in der Natur eher selten aufzufinden. Die schnelle Energiezufuhr, die mit süßem Geschmack einhergeht, wird vom menschlichen Gehirn positiv assoziiert – ein Mechanismus, der in der Frühzeit ein Überlebensvorteil war.
Antike: Schon die alten Ägypter nutzten Honig als Süßungsmittel, während Zuckerrohr zuerst in Indien kultiviert wurde.
Mittelalter: Zucker galt als kostbares Gut, welches über die arabische Welt nach Europa gelangte. Lange Zeit war er nur den Wohlhabenden vorbehalten und galt als Heilmittel.
Kolonialzeit: Mit der Entdeckung der Neuen Welt boomte die Zuckerproduktion. Zuckerrohrplantagen in der Karibik und Südamerika machten Zucker erschwinglicher – aber auch die problematische Verbindung zu Sklavenarbeit ist Teil dieser Geschichte.
Industrielle Revolution: Die Entdeckung der Zuckerrübe in Europa führte dazu, dass Zucker für die breite Bevölkerung zugänglich wurde. Seitdem stieg der Zuckerkonsum drastisch an.
Moderne Zeit: Heute ist Zucker allgegenwärtig und in unzähligen verarbeiteten Lebensmitteln versteckt. Der Fokus liegt zunehmend auf Alternativen und bewussterem Konsum.
Mit der Industrialisierung wurde Zucker allgegenwärtig – und damit auch seine Auswirkungen auf unser Essverhalten und unseren Stoffwechsel.
Süßer Geschmack kann das Essverhalten beeinflussen
Die Insulin-Reaktion
Der glykämische Index beschreibt, wie schnell ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index werden oft mit einer schnellen Verfügbarkeit von Kohlenhydraten in Verbindung gebracht. Einige Menschen berichten, dass sie nach dem Verzehr solcher Lebensmittel schneller wieder Appetit verspüren. Einige wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich sogar mit der Frage, ob süßer Geschmack – unabhängig vom tatsächlichen Zuckeranteil – eine Insulinreaktion beeinflussen könnte. Die Forschung dazu ist jedoch nicht eindeutig.
Psychologische Konditionierung
Von klein auf lernen wir: Süß steht für Belohnung. Das führt dazu, dass wir uns automatisch nach Süßem sehnen – oft unabhängig von echtem Hunger.
Der Dopamin-Kick
Süßer Geschmack kann das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren. Das empfundene Wohlgefühl hält jedoch meist nur kurz an.
Da süßer Geschmack unser Essverhalten beeinflussen kann, suchen viele nach Alternativen – sei es durch reduzierten Zuckerkonsum oder andere Formen der schnellen Energieaufnahme.
Fazit: Süßer Geschmack ist nicht gleich Energie
Süß ist nicht per se schlecht – aber oft beeinflusst der süße Geschmack unser Essverhalten. Wer nach einer Möglichkeit sucht, schnelle Energie zuzuführen, ohne dabei auf Süße zu setzen, kann z. B. auf Hyporest zurückgreifen – das erste Dextroseprodukt ohne Geschmack in praktischer Tablettenform.