Typ-1-Diabetes ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Dadurch entsteht ein absoluter Insulinmangel, der eine lebenslange Insulintherapie erforderlich macht.
Ätiologie und Risikofaktoren
- Genetische Disposition: Vorliegen bestimmter HLA-Gene (Human Leukocyte Antigens).
- Umweltfaktoren: Mögliche Auslöser sind virale Infektionen, insbesondere Coxsackie-Viren.
- Pathogenese: Fehlgesteuerte Immunreaktion gegen körpereigene Zellen.
Klinische Symptomatik
Die Erkrankung entwickelt sich meist rasch. Typische Symptome sind:
- Starker Durst (Polydipsie) und häufiges Wasserlassen (Polyurie)
- Deutlicher Gewichtsverlust trotz ausreichender Nahrungsaufnahme
- Ausgeprägte Müdigkeit und Leistungsabfall
- Bei fortgeschrittener Entgleisung: Übelkeit, Erbrechen und Azetongeruch der Atemluft (Ketoazidose)
Diagnostische Verfahren
| Parameter | Indikator für Typ-1-Diabetes |
|---|---|
| Blutzucker | Erhöhter Nüchternwert oder pathologischer oraler Glukosetoleranztest (oGTT) |
| HbA1c-Wert | Langzeitwert zur Beurteilung der durchschnittlichen Glykämie |
| Autoantikörper | Nachweis von GAD-, IA-2- oder Inselzellantikörpern |
| C-Peptid | Niedrige oder fehlende Konzentration (Marker für die eigene Insulinproduktion) |
Therapeutische Interventionen
- Insulintherapie: Intensivierte Insulintherapie (Basis-Bolus-Prinzip) oder Insulinpumpentherapie.
- Glukosemonitoring: Regelmäßige Selbstmessung oder Nutzung von CGM-Systemen (Continuous Glucose Monitoring).
- Edukation: Schulungen zur Kohlenhydratberechnung und Insulinanpassung.
- Stoffwechselkontrolle: Unterstützung durch angepasste Ernährung und körperliche Aktivität.
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Diabetes mellitus – Wissen und Übersicht
Wichtiger Hinweis:
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Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026
