Diabetes Lexikon – Wissen und Übersicht
Willkommen im Diabetes Lexikon von Hyporest. Hier findest du wichtige Begriffe rund um Diabetes mellitus, Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Gestationsdiabetes, Hypoglykämie, Therapieformen und Komplikationen – kurz, verständlich und übersichtlich erklärt.
- Diabetes mellitus – Chronische Stoffwechselerkrankung mit dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel durch Insulinmangel oder Insulinresistenz.
- Typ-1-Diabetes – Autoimmunerkrankung mit Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen; lebenslange Insulintherapie erforderlich.
- Typ-2-Diabetes – Häufigste Form durch Insulinresistenz und relativen Insulinmangel; oft mit Übergewicht verbunden.
- Gestationsdiabetes – Erstmals in der Schwangerschaft auftretende Glukosestoffwechselstörung, die meist nach der Geburt wieder verschwindet.
- Diabetes und Fettstoffwechselstörungen – Häufige Kombination mit erhöhten LDL- und Triglyzeridwerten; steigert das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Hypoglykämie – Unterzuckerung unter 70 mg/dl; akute Notfallsituation mit typischen Warnsymptomen wie Zittern und Schweißausbrüchen.
- HbA1c-Wert – Langzeitwert, der den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 2–3 Monate widerspiegelt.
- Insulinresistenz – Verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin; Hauptursache des Typ-2-Diabetes.
- Hyperglykämie – Erhöhter Blutzuckerspiegel über 180 mg/dl; kann akut gefährlich werden.
- Ketoazidose – Lebensbedrohliche Übersäuerung des Blutes durch Insulinmangel und Fettabbau.
- Dawn-Phänomen – Physiologischer Blutzuckeranstieg in den frühen Morgenstunden durch hormonelle Gegenregulation.
- Somogyi-Effekt – Rebound-Hyperglykämie morgens nach nächtlicher Unterzuckerung.
- 15-15-Regel – Standard-Sofortmaßnahme bei leichter Hypoglykämie: 15 g schnelle Kohlenhydrate, 15 Minuten warten, dann erneut messen.
- Kohlenhydrateinheit (KE) – Maßeinheit zur Berechnung des Insulinbedarfs; 1 KE entspricht 10–12 g verwertbaren Kohlenhydraten.
- Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung – Verlust der Warnsymptome bei Unterzuckerung durch häufige Hypoglykämien.
- LADA-Diabetes – Langsam verlaufende Autoimmunform des Typ-1-Diabetes, die zunächst wie Typ-2 wirkt.
- Diabetische Neuropathie – Nervenschäden durch chronisch erhöhten Blutzucker; betrifft oft Füße und autonome Funktionen.
- Diabetisches Fußsyndrom – Schwere Komplikation mit Geschwüren, Infektionen und hohem Amputationsrisiko.
- Diabetische Retinopathie – Schädigung der Netzhautgefäße; häufigste Ursache für Erblindung im erwerbsfähigen Alter.
- Diabetische Nephropathie – Nierenschädigung durch Diabetes; führende Ursache für Dialysepflicht.
- Charcot-Fuß – Akute, schmerzlose Zerstörung von Fußknochen und Gelenken durch Neuropathie.
- Diabetisches Makulaödem – Flüssigkeitsansammlung in der Makula; Hauptursache für Sehverlust bei Diabetikern.
- Insulinpumpentherapie (CSII) – Kontinuierliche Insulinzufuhr über eine Pumpe; höchste Flexibilität bei Typ-1-Diabetes.
- Kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM) – Echtzeit-Überwachung der Glukose im Gewebe mit Alarmfunktion.
- Closed-Loop-System (AID) – Automatisierte Insulinpumpe mit CGM; „künstliche Bauchspeicheldrüse“.
- Time in Range (TIR) – Moderner Erfolgsmarker; Zeit, in der der Blutzucker im Zielbereich liegt.
- Bolusrechnung – Präzise Berechnung des Mahlzeiten- und Korrekturinsulins anhand von KE und Korrekturfaktor.
- Insulin on Board (IOB) – Noch aktives Insulin im Körper; wichtig zur Vermeidung von Insulin-Stacking.
- Lipohypertrophie – „Spritzhügel“ durch wiederholte Injektionen an derselben Stelle; führt zu unregelmäßiger Insulinaufnahme.
- Hypoglykämie bei Sport – Häufige Komplikation durch erhöhten Glukoseverbrauch; erfordert Anpassung von Insulin und Kohlenhydraten.
- Metformin – Erstes Wahlmedikament bei Typ-2-Diabetes; senkt Blutzucker ohne Hypoglykämierisiko.
- GLP-1-Rezeptoragonisten – Moderne Spritzen (z. B. Ozempic, Mounjaro) mit starker gewichtsreduzierender und herzschützender Wirkung.
- SGLT2-Inhibitoren – Flozine (z. B. Jardiance, Forxiga) mit starker Herz- und Nierenschutzwirkung.
- DPP-4-Inhibitoren – Gliptine; gewichtsneutrale Tabletten mit sehr niedrigem Hypoglykämierisiko.
- Sulfonylharnstoffe – Ältere Tabletten mit starker Wirkung, aber höherem Hypo- und Gewichtszunahmerisiko.
- Basalinsulin – Langzeitinsulin zur Abdeckung des Grundbedarfs (z. B. Lantus, Toujeo, Tresiba).
- Schnellwirksames Insulin – Bolusinsulin für Mahlzeiten (z. B. NovoRapid, Humalog, Fiasp).
- Diabetische Gastroparese – Verzögerte Magenentleerung durch Nervenschäden; führt zu starken Blutzuckerschwankungen.
- Diabetes und Bluthochdruck – Häufige Kombination mit stark erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko; Zielwert meist < 130/80 mmHg.
- Flash-Glukose-Monitoring (FGM) – Scan-System (Freestyle Libre) ohne Fingerstechen; Unterschied zu rtCGM erklärt.
- Diabetes und Schwangerschaft – Gestationsdiabetes und vorbestehender Diabetes; besondere Risiken und Therapie.
- Fußpflege bei Diabetes – Tägliche Inspektion und richtige Pflege zur Vermeidung von Geschwüren und Amputationen.
Wichtiger Hinweis:
Dieses Lexikon dient ausschließlich der allgemeinen und unverbindlichen Information. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden konsultieren Sie bitte immer einen Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft. Die Angaben wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026
