3.300 Meter, ein Eisgrat im Mont-Blanc-Massiv, kein sicherer Stand. Tobias Steinbergers Insulinpumpe hat sich gelöst, und das Insulin in der Ersatzspritze ist gefroren. Solche Momente plant kein Mensch ein. Tobias plant sie trotzdem, jedes Mal, für den Fall der Fälle.
Gemeinsam mit seinem Sohn Tim besteigt er alle 82 Viertausender der Alpen, also jeden Gipfel über 4.000 Meter. Tobias lebt mit Typ-1-Diabetes, einer Autoimmunerkrankung, bei der der Körper kein eigenes Insulin mehr bildet. Nach allem, was die beiden wissen, wäre er der erste Mensch mit Typ-1, dem das gelingt, und Tim einer der jüngsten überhaupt. Wir haben mit Vater und Sohn über Blutzucker in eisiger Höhe gesprochen, über die härtesten Momente am Berg und darüber, was bleibt, wenn der Gipfel längst wieder unter einem liegt.
Vom ersten Gipfel zum 82-Peaks-Projekt
Wie hat eure Berg-Geschichte angefangen, und wann wurde aus dem Hobby die Idee, wirklich alle 82 Viertausender zu besteigen?
Tobias: "Die Berge waren bei uns nie eine bewusste Entscheidung, sie waren einfach immer da. Als Tim klein war, haben wir angefangen zu wandern, dann kamen erste Klettersteige, Bouldern und Klettern. Als ich mit meinem Bruder Simon auf den Mont Blanc stieg, hat Tim das mitbekommen und wollte auch mit. Nein sagen konnte ich schlecht, aber die Bedingung war eine gute Vorbereitung. So stand Tim mit 13 Jahren nach 2.500 Höhenmetern durchs Höllental auf dem Gipfel der Zugspitze, mit einem Grinsen und stolz auf die Leistung. Kein großes Wort, aber ich hab verstanden: Den zieht es rauf, genau wie mich.
Den ersten Viertausender haben wir dann gemeinsam gemacht, das Breithorn in Zermatt, an einem Tag, an dem wir fast allein dort waren und selbst spuren durften. So hat es angefangen. Nicht als Plan, eher als Gefühl: Das hier ist es. Dann haben wir die UIAA-Liste herausgesucht, 82 Gipfel, und Tim hat gefragt, ob wir die alle machen können. Ich hab kurz nachgedacht und gesagt: Ja. Wir machen das. Aus dem Hobby wurde ein Projekt in dem Moment, in dem wir aufgehört haben, nach dem Ob zu fragen, und nur noch das Wann und Wie zählte."
Ihr seid als Vater und Sohn gemeinsam unterwegs. Was bedeutet es euch, dieses Projekt zusammen zu machen, und wie verändert so ein Ziel eine Vater-Sohn-Beziehung?
Tobias: "Es verändert alles, aber auf eine Weise, die ich vorher nicht hätte beschreiben können. Am Berg gibt es kein Rollenspiel mehr. Ich bin nicht einfach der Vater, der Bescheid weiß. Wir sind zwei Menschen, die gemeinsam eine Entscheidung treffen, die Konsequenzen hat. Wenn das Wetter kippt, wenn ich einen Moment brauche wegen des Blutzuckers, wenn Tim müde ist und trotzdem weiterwill, passiert das alles auf Augenhöhe. Das zwingt zu einer Ehrlichkeit, die im Alltag nicht so leicht entsteht. Ich lerne Tim am Berg auf eine Art kennen, die mir sonst verborgen bliebe. Wie er mit Stress umgeht. Was ihn antreibt, wenn es schwer wird. Wie unglaublich stark er ist, mental und körperlich."
Tim: "Für mich ist das Stärkste, dass wir diese Erinnerungen teilen. Die meisten Leute in meinem Alter verbringen Zeit mit dem Vater auf der Couch oder beim Einkaufen. Wir stehen zusammen auf Gipfeln, die andere Menschen ihr Leben lang nicht sehen. Das verbindet anders."
Kurz erklärt: Diabetes-Begriffe
- Typ-1-Diabetes: eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper kein eigenes Insulin mehr bildet. Insulin muss von außen zugeführt werden.
- CGM (Sensor): misst den Glukosewert laufend und meldet ihn an Pumpe oder Handy.
- Closed-Loop („Loop“): Sensor und Insulinpumpe arbeiten zusammen und steuern die Insulinabgabe weitgehend automatisch.
- Basalrate: die Grundversorgung mit Insulin. Bolus: eine zusätzliche, gezielte Gabe, etwa zum Essen.
- Ketoazidose: eine gefährliche Übersäuerung des Blutes bei starkem Insulinmangel.
Diabetes-Management auf 4.000 Metern
Tobias, du lebst selbst mit Typ-1-Diabetes. Wie sieht dein Diabetes-Management auf einer Hochtour aus, und was ist dort anders als im Alltag?
Tobias: "Im Alltag hat Typ-1 eine gewisse, wenn auch begrenzte Berechenbarkeit. Du kennst deine Reaktionen auf Mahlzeiten, auf Sport, auf Stress. Am Berg fällt diese Gewohnheit weg. Genauer: Sie gilt weiter, aber unter Bedingungen, die du nicht kontrollierst. Ich laufe über ein Closed-Loop-System: Dexcom G7 als Sensor, Omnipod als Pumpe und Trio als steuernde Software. Der Loop reguliert die Insulinabgabe automatisch, nach meinen Vorgaben, auf Basis meiner Sensorwerte. Ich muss nicht ständig manuell eingreifen.
Für Touren habe ich ein festes Preset: 40 Prozent der normalen Basalrate, Zielwert 140 mg/dl. Das aktiviere ich schon vor dem Start. Ich frühstücke normal, gebe aber nur etwa 1 Einheit Bolus statt der üblichen 4 bis 5 und lasse den Loop den Rest regeln. Das klingt ungewohnt für jemanden ohne Closed Loop, aber das System kennt den Verlauf und steuert kontinuierlich nach. Was ich trotzdem immer dabei habe: mehrere Reserve-Insulinkartuschen und Spritzen als absolutes Backup. Nicht weil ich dem System misstraue, sondern weil am Berg keine Option existiert, die du nicht vorher eingepackt hast."
Wichtig: Die hier geschilderten Einstellungen, etwa Basalrate, Zielwert oder Bolusmenge, sind Tobias' persönliche, mit seinem Diabetes-Team abgestimmte Werte für seine Touren. Sie sind kein allgemeiner Rat und lassen sich nicht auf andere übertragen. Änderungen an deiner Therapie besprich immer zuerst mit deinem Behandlungsteam.
Kälte, Höhe und stundenlange Anstrengung gehen an die Substanz. Wie wirkt sich das auf deinen Blutzucker aus, und wie bereitest du dich darauf vor?
Tobias: "Das sind drei Kräfte, die gleichzeitig ziehen, manchmal in entgegengesetzte Richtungen. Kälte kann den Blutzucker senken, weil der Körper Energie verbrennt, um warm zu bleiben. Höhe kann ihn heben, weil Stresshormone ausgeschüttet werden. Die Belastung selbst senkt ihn, und der Nachbrenneffekt kann ihn noch Stunden nach der Tour drücken, wenn die Muskeln ihre Glykogenspeicher wieder auffüllen. Ausrechnen lässt sich das nicht.
Was ich tun kann, ist mit Redundanz fahren: Reserve-Kartuschen, Spritzen und schnelle Kohlenhydrate griffbereit in der Außentasche, nicht tief im Rucksack, wo ich erst suchen müsste. Die Insulinkartusche trage ich direkt am Körper in der Hosentasche. Insulin darf nicht gefrieren, sonst ist es wertlos, und das siehst du ihm von außen nicht an. Der Loop nimmt mir unterwegs viele Entscheidungen ab, aber er ist kein Autopilot, dem ich blind vertraue. Die Trendpfeile schaue ich regelmäßig an. Zeigt der Pfeil nach unten und wir haben noch eine Stunde bis zum Gipfel, handle ich sofort, nicht erst, wenn ich die Symptome spüre."
Gab es einen Moment am Berg, in dem dein Blutzucker plötzlich zum Thema wurde? Wie hast du die Situation gelöst, und welche Technik und Hilfsmittel schätzt du am meisten?
Tobias: "Ja, auf den Aiguilles Marbrées, einem Gipfel im Mont-Blanc-Massiv. Wir waren auf einem Eisgrat auf 3.300 Metern, exponiertes Gelände, kein sicherer Standplatz. Der Pod, also meine Pumpe, hatte sich abgelöst. Das CGM meldete „hoch“, und in einer Wand aus Eis und Fels ohne funktionierendes Insulin ist das kein Spaß. Ich greife zur Spritze, und dann das nächste Problem: Das Insulin in der Spritze war beim Injizieren gefroren. Die Kanüle war kalt, der Bolus ließ sich nicht abgeben. Genau deshalb habe ich mehrere Spritzen dabei. Einen neuen Pod habe ich erst im Tal gesetzt, als die Bedingungen es zuließen.
Was mich das gelehrt hat: Insulin nah am Körper zu tragen reicht nicht. Auch die Spritze selbst muss warm sein, wenn du sie brauchst. Klingt wie ein Detail. Am Berg ist es der Unterschied. Das Hilfsmittel, das ich am meisten schätze, ist das Trio-System, weil es mir mentale Kapazität freihält für das, was am Berg wirklich Aufmerksamkeit braucht. Gerettet hat uns auf den Aiguilles aber vor allem die Redundanz: drei Optionen und ein klarer Plan, den wir vorher besprochen hatten.
Ein anderes Mal war es auf andere Art kritisch. Mein Sensor zeigte falsche Werte, während ich mich zugleich unwohl und schwindelig fühlte, dieselben Symptome wie bei der Höhenkrankheit. Ich wusste nicht: Bin ich höhenkrank, oder habe ich eine massive Überzuckerung? Die blutige Messung zeigte, dass mein Blutzucker 200 mg/dl höher lag als angezeigt. Da steuerst du auf eine Ketoazidose zu und kannst die Symptome nicht einordnen. Das war wirklich kritisch."
Rekord, Risiko und Umkehr
Euer Weg ist auch mit einem besonderen Rekord verknüpft, dem ersten Menschen mit Typ-1 auf allen 82 Viertausendern. Treibt dich das an, und was ist dir am Ende wichtiger: der Rekord oder das, was ihr unterwegs erlebt?
Tobias: "Soweit wir wissen, hat das bisher kein Mensch mit Typ-1-Diabetes vollständig geschafft, alle 82 Viertausender der Alpen. Ich mache es vor allem, weil es mir riesigen Spaß macht. Und wir haben so viel positives Feedback bekommen, von Menschen mit Diabetes und von jungen Leuten, denen unser Projekt Mut gibt. Das ist die Anstrengung auf jeden Fall wert. Ursprünglich hatten wir auch den Gedanken, dass Tim alle 82 vor seinem 18. Geburtstag abschließen könnte. Das wird nicht passieren, und inzwischen ist mir das egal. Es wäre ein schönes Datum gewesen, aber das Projekt ist kein Wettlauf gegen den Kalender. Tim ist 17, er klettert auf einem Niveau, das mich regelmäßig beeindruckt, und wir erleben großartige Dinge. Das reicht.
Was mich täglich antreibt, ist nicht der Rekord. Es ist das nächste Gipfelfoto mit Tim. Der Rekord ist Nebensache, das Projekt ist das Leben. Wenn wir auf dem letzten Gipfel stehen, wird der Rekord zehn Minuten lang Thema sein. Was bleibt, sind 82 Morgengrauen, ein paar Krisen, aus denen wir stärker herausgekommen sind, und ein Sohn, mit dem ich etwas geteilt habe, das kein Geld kaufen kann."
Welche Tour war für euch bisher die härteste, und welche Situation ist euch am stärksten in Erinnerung geblieben?
Tobias: "Das war ohne Zweifel das Matterhorn. 21 Stunden am Stück unterwegs, ohne Pause. Wir sind um vier Uhr morgens los und kamen erst um eins in der Nacht zurück. Obwohl August war, hatten wir winterliche Bedingungen mit Neuschnee. Und auf dem Rückweg hatte ich auch noch einen Arthritis-Schub, der sich im ganzen Körper ausbreitete, jedes Gelenk tat weh. Das hat alles noch länger und beschwerlicher gemacht. Aber abbrechen war keine Option mehr, wir hatten schon ein Drittel des Rückwegs hinter uns.
Unser gefährlichster Moment war am Mont Blanc. Wir mussten durch den sogenannten Todeskorridor, eine Rinne, in der ständig Steine herunterkommen. Wir waren etwas spät dran, und nur zwei Minuten, nachdem wir durch waren, ging eine riesige Gerölllawine ab. Wären wir ein kleines bisschen langsamer gewesen, hätten wir mittendrin gestanden."
Das Hochgebirge verzeiht keine Fehler. Woran merkt ihr, dass es zu gefährlich wird, und wie trefft ihr die Entscheidung umzukehren?
Tobias: "Wenn du anfängst, dich selbst zu überzeugen, ist es Zeit umzukehren. Das leise Unbehagen ist oft früher da als der offensichtliche Grund. Konkret: Sind die Bedingungen schlechter als erwartet, drehen wir um. Ist mein Blutzucker nicht stabil und wir sind noch eine Stunde vom Gipfel entfernt, drehen wir um. Kommen Tim oder ich an die Grenze, reden wir und entscheiden gemeinsam. Kein Gipfel ist es wert, eine Seilschaft zu gefährden. Was wirklich hilft: Wir sprechen die Umkehrkriterien vor der Tour aus, nicht oben am Berg, wenn das Adrenalin regiert. Einfach vorab klären: Was ist heute unser Umkehrpunkt, was unsere Umkehrzeit? Diese Frage rettet Leben."
Ausrüstung, Kälte und schnelle Energie
Für schnelle Energie hast du Hyporest® dabei. Wo siehst du den Vorteil des Formats, in welchen Situationen greifst du danach, und was muss so ein Helfer am Berg überhaupt leisten, damit er für dich taugt?
Tobias: "Was ein Produkt am Berg leisten muss, ist eigentlich klar: Es muss funktionieren, wenn ich es brauche, nicht wenn ich Muße habe, einen Riegel auszupacken. Bei einer Unterzuckerung am Steilhang habe ich vielleicht eine Hand frei, meine Motorik ist eingeschränkt, und Zeit für Umwege habe ich nicht. Hyporest hat ein Format, das genau dafür passt: kompakt, schnell griffbereit, mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten. Ich greife danach beim ersten Trendpfeil nach unten, nicht erst, wenn ich schon Symptome habe. Auf 3.500 Metern ist der Abstand zwischen „ich merke etwas“ und „ich brauche Hilfe“ kleiner als im Tal.
Was ein Helfer am Berg leisten muss: Er sollte Kälte vertragen oder klein genug sein, um in der Körpertasche mitzureisen, er braucht keine komplizierte Verpackung, und er liefert schnell verfügbare Kohlenhydrate, keine Fette oder Proteine, die die Aufnahme verzögern. Dass die Minitabletten geschmacksneutral sind und sich dank ihrer Ummantelung unzerkaut schlucken lassen, sodass sie kaum mit den Zähnen in Kontakt kommen, ist für mich ein echter Bonus."
Was ist dir bei Verpflegung und Ausrüstung besonders wichtig, wenn es richtig kalt wird?
Tobias: "Kälte ist der Feind vieler Pläne. Insulin gefriert. Batterien verlieren Kapazität. Gels werden zäh, Riegel steinhart. Das Wichtigste: Wir haben beide, Tim und ich, immer ein Fläschchen Insulin direkt am Körper. Im Rucksack würde es bei diesen Temperaturen gefrieren. Dazu habe ich immer eine Ersatzpumpe, Teststreifen und für den Ernstfall auch Spritzen dabei. Und nach den Aiguilles Marbrées weiß ich: Auch die Spritze selbst muss warm sein, nicht nur das Insulin darin.
Bei Handschuhen mache ich keine Kompromisse. Wer mit kalten Fingern eine Sensor-Meldung bestätigen oder eine Kartusche wechseln muss, weiß warum. Ich habe immer ein Paar dünne Innenhandschuhe dabei, die ich für solche Momente anbehalte. Und beim Essen gilt: Ich esse, bevor ich hungrig bin. Am Berg kommt der Hunger oft zu spät, dann ist das Energieloch schon da. Kleine Traubenzucker-Tabletten haben sich dafür als sehr praktisch erwiesen. Noch ein Tipp zum Kältemanagement: „be bold, start cold“. Nicht warm eingepackt um drei Uhr morgens, sondern fast etwas zu kalt angezogen starte ich in jede Tour. Zehn Minuten später, wenn viele anhalten müssen, um eine Schicht auszuziehen, ist mein Körper perfekt aufgewärmt."
Was bleibt, wenn der Gipfel geschafft ist
Kurz erklärt: Bergsteiger-Sprache
- Viertausender: ein Gipfel über 4.000 Meter. In den Alpen gibt es davon 82.
- UIAA: der internationale Kletter- und Bergsteigerverband.
- Hochtour: eine Bergtour im hochalpinen Gelände, oft über Gletscher und in großer Höhe.
- Klettersteig: eine mit Stahlseilen und Eisentritten gesicherte Kletterroute am Fels.
- Höhenmeter (Hm): die im Aufstieg überwundenen Meter nach oben, nicht die Wegstrecke.
- spuren: als Erste eine Spur durch unberührten Tiefschnee treten.
- (Eis-)Grat: ein schmaler Bergkamm, der zu beiden Seiten steil abfällt.
- exponiert: ausgesetztes Gelände mit großer Absturzhöhe.
- Standplatz: ein gesicherter Fixpunkt, an dem sich die Seilschaft sichert.
- Seilschaft: die durch ein Seil miteinander verbundene Gruppe von Bergsteigern.
- Mixed: Gelände aus Fels und Eis, das beide Klettertechniken zugleich verlangt.
- Umkehrpunkt und Umkehrzeit: vorab festgelegter Ort bzw. Zeitpunkt, an dem man umkehrt, egal wie nah der Gipfel ist.
Tim, was reizt dich an den ganz großen Bergen? Und was würdest du anderen in deinem Alter sagen, die so ein Ziel für verrückt halten?
Tim: "Was mich reizt? Der Moment kurz vor dem Gipfel. Wenn die Lunge brennt, die Beine schwer sind, und trotzdem noch ein paar Meter fehlen. Dieser Moment, in dem du weißt: Ich hab es fast, und ich entscheide, weiterzugehen. Das Gefühl danach habe ich nirgendwo sonst erlebt. Und zu den anderen in meinem Alter, die das für verrückt halten: Ich verstehe das. Es ist auch verrückt. Aber fast alles, was sich lohnt, klingt am Anfang verrückt. Ich war 13, als wir angefangen haben. Ich wusste damals nicht, ob ich das schaffe. Ich weiß jetzt, dass ich es schaffe, weil ich es gemacht habe. Du musst nicht alle 82 besteigen wollen. Aber irgendein Ziel, das dich ein bisschen ängstigt, das lohnt sich. Weil du danach weißt, wer du bist."
Reinhold Messner hat mal gesagt, sein Glück lag nie am Gipfel, sondern erst wieder unten im Leben. Was bleibt für euch, wenn ein großes Ziel erreicht ist, und was treibt euch weiter, wenn die 82 Gipfel geschafft sind?
Tobias: "Messner hat recht. Auf dem Gipfel bist du erschöpft, es ist kalt, und der einzige Gedanke gilt dem Abstieg. Das Glück kommt später. Abends in der Hütte, wenn du Tim erzählen hörst, wie er die schwierige Stelle gesehen hat. Oder Wochen danach, wenn du ein Foto siehst und dich an den Wind erinnerst. Was bleibt? Die Art, wie wir miteinander reden. Was wir voneinander wissen. Dass Tim gelernt hat, mit Druck umzugehen, nicht durch Erklärungen, sondern durch Erfahrung. Und die vielen Dinge, die ich von Tim gelernt habe, die schönen Dinge, zu denen er mich überredet hat.
Was nach den 82 kommt? Eine Idee haben wir schon. Wegen meiner Knieprobleme haben wir einen Gleitschirmkurs angefangen. Die Vorstellung, statt acht oder zehn Stunden abzusteigen, einfach vom Gipfel ins Tal zu fliegen, ist großartig. Das ist unser nächstes großes Projekt. Und vielleicht ist das die eigentliche Botschaft: Eine Erkrankung, die das Leben manchmal einzuschränken scheint, hat uns auf 82 Gipfel gebracht. Und danach in die Luft."
Gute Tour, ihr beiden, und kommt immer gesund wieder runter!
In Partnerschaft mit dem Projekt 82 Peaks. Tobias und Tim sind auf ihren Touren mit Hyporest ausgestattet, den geschmacksneutralen Dextrose-Minitabletten. Man schluckt sie unzerkaut, deshalb muss man sie auch bei Minusgraden nicht kauen, während klassischer Traubenzucker steinhart und Gels zäh werden.
Über das Projekt 82 Peaks
Tobias Steinberger und sein 17-jähriger Sohn Tim besteigen gemeinsam alle 82 Viertausender der Alpen. Ihr Weg wird unter anderem von SWR Landesschau und Sat.1 begleitet und ist auf 82-peaks.com sowie auf Instagram unter @82_peaks dokumentiert.
Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie. Diabetes-Management ist individuell. Entscheidungen zu Insulin, Blutzucker und Ausrüstung triffst du gemeinsam mit deinem Behandlungsteam. Bei Anzeichen einer schweren Unterzuckerung (Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfall) handelt es sich um einen Notfall: sofort den Notruf 112 wählen und verordnetes Glukagon einsetzen. Hyporest ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel.

