Metformin ist das weltweit am häufigsten verordnete orale Antidiabetikum und die erste Wahl bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes. Es gehört zur Gruppe der Biguanide und senkt den Blutzuckerspiegel, ohne allein angewendet das Risiko für Unterzuckerungen zu erhöhen.
Wirkungsweise
Metformin greift an mehreren Stellen in den Glukosestoffwechsel ein:
- Hemmung der Glukoseproduktion in der Leber (Glukoneogenese)
- Verbesserung der Insulinsensitivität in Muskel- und Fettgewebe
- Verzögerung der Kohlenhydrataufnahme aus dem Darm
Vorteile
- Kein Hypoglykämierisiko bei Monotherapie
- Leichte gewichtsreduzierende Wirkung
- Positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-Risiko
- Günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis
Anwendung und Verträglichkeit
Metformin wird langsam eingeschlichen, um gastrointestinale Nebenwirkungen (Übelkeit, Durchfall, Blähungen) zu minimieren. Es wird immer zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen.
Kontraindikationen
Metformin darf nicht angewendet werden bei:
- Schwerer Niereninsuffizienz (eGFR < 30 ml/min)
- Schweren Lebererkrankungen
- Akuter Dehydrierung oder schwerer Infektion
- 48 Stunden vor und nach Untersuchungen mit jodhaltigem Kontrastmittel
Weiterführende Informationen:
→ Diabetes mellitus – Wissen und Übersicht
→ Warum Hyporest
→ Typ-2-Diabetes
Quellen
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). S3-Leitlinie „Typ-2-Diabetes“. Stand 2025. Verfügbar unter: www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/leitlinien.
- American Diabetes Association. Standards of Medical Care in Diabetes—2026. Diabetes Care. 2026;49(Suppl 1). Verfügbar unter: diabetesjournals.org.
- Robert Koch-Institut (RKI). Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Diabetes mellitus in Deutschland. Berlin 2024.
- International Diabetes Federation (IDF). IDF Diabetes Atlas. 11th edition. Brussels 2025. Verfügbar unter: diabetesatlas.org.
Wichtiger Hinweis:
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Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026
