Diabetisches Makulaödem


Das diabetische Makulaödem ist eine Schwellung der Makula (Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut) durch Flüssigkeitsansammlung. Es ist die häufigste Ursache für Sehverschlechterung bei diabetischer Retinopathie und kann in jedem Stadium der Retinopathie auftreten.

Ursachen und Risikofaktoren

Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die kleinen Blutgefäße der Netzhaut. Die Gefäßwände werden durchlässig, Flüssigkeit tritt aus und sammelt sich in der Makula. Wichtige Risikofaktoren sind:

  • Lange Diabetesdauer
  • Schlechte langfristige Blutzuckereinstellung (hoher HbA1c)
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Schwangerschaft bei bestehendem Diabetes

Symptome

Typische Beschwerden sind:

  • Verschwommenes oder verzerrtes Sehen (gerade Linien wirken wellig)
  • Abnahme der zentralen Sehschärfe (z. B. beim Lesen oder Autofahren)
  • Farben werden blasser wahrgenommen
  • Im fortgeschrittenen Stadium: zentrale Gesichtsfeldausfälle

Diagnostik

Die wichtigsten Untersuchungen sind:

  • Optische Kohärenztomografie (OCT) – zeigt die Schwellung genau
  • Fluoreszenzangiografie – macht undichte Gefäße sichtbar
  • Augenhintergrundspiegelung

Therapie und Prävention

Die Behandlung erfolgt meist durch den Augenarzt:

  • Injektionen von Anti-VEGF-Medikamenten direkt ins Auge
  • Laserbehandlung der Netzhaut
  • Optimierung der Blutzucker- und Blutdruckeinstellung
  • In schweren Fällen: operative Eingriffe

Weiterführende Informationen:
Diabetes mellitus – Wissen und Übersicht
Warum Hyporest
Diabetische Retinopathie

Quellen

  1. Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). S3-Leitlinie „Diabetische Retinopathie“. Stand 2025. Verfügbar unter: www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/leitlinien.
  2. American Diabetes Association. Standards of Medical Care in Diabetes—2026. Diabetes Care. 2026;49(Suppl 1). Verfügbar unter: diabetesjournals.org.
  3. Robert Koch-Institut (RKI). Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Diabetes mellitus in Deutschland. Berlin 2024.
  4. International Diabetes Federation (IDF). IDF Diabetes Atlas. 11th edition. Brussels 2025. Verfügbar unter: diabetesatlas.org.

Wichtiger Hinweis:
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Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026